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Sonntag, 22. September 2019
Interview mit Oliver Welke
welke_klein27.03.2007 - Vor der Übertragung des Spiels Hertha BSC gegen Bayern München Anfang März besuchten Jana und Helmine (4c) Sport-Moderator und Comedian Oliver Welke in seiner Garderobe. Er steckte mitten in der Vorbereitung für die bevorstehende Sendung, nahm sich jedoch Zeit für ein exklusives Interview.








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In der Garderobe beim Interview.

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Im Studio beim Rumalbern.

KO: Seit wann moderieren Sie schon?

Oliver Welke: Im Fernsehen moderiere ich seit etwas mehr als zehn Jahren und im Radio seit 17 Jahren.

KO: Sind Sie vor der Sendung noch aufgeregt?

Oliver Welke: Es geht so. Heute haben wir einen Gast, der relativ selten zu uns kommt und nicht so gerne Interviews gibt: Uli Hoeneß, der Manager vom FC Bayern. Deswegen muss ich mich auf dieses Gespräch besonders gut einstellen, damit er mich nicht bei schlechter Vorbereitung erwischt.

KO: Welches Stadion finden Sie am schönsten?

Oliver Welke: Ich wohne ja in Berlin, deswegen muss ich normalerweise Olympia-Stadion sagen. Aber ich komme aus Westfalen und war als Kind daher öfter im Westfalen-Stadion. Das ist in Dortmund und eigentlich mein Lieblingsstadion.

KO: Sind Sie ein Fan von einem bestimmten Verein?

Oliver Welke: Ja, aber das versuche ich bei der Arbeit natürlich komplett außen vor zu lassen, was mir auch meistens gelingt. Außerdem kann man einfach nicht mehr Fan sein wie früher, wenn man sich beruflich mit Fußball beschäftigt und die Vereine mit ihren Trainern und Spielern kennenlernt. Alle sind sehr nett, aber man bekommt dann viel hinter den Kulissen mit... Aufgrund der Verbindung aus meiner Kindheit habe ich allerdings immer noch Sympathien für Borussia Dortmund.

KO: Ist Moderator Ihr Traumberuf oder wollten Sie früher etwas anderes werden?


Oliver Welke: Als ich so alt war wie ihr, wusste ich noch gar nicht genau, was ich werden möchte. Aber ich habe schon immer gerne Fernsehen geguckt - auch zu viel, glaube ich. Daher dachte ich: Warum nicht das Hobby mit dem Beruf verbinden? So bin ich dann beim Fernsehen gelandet

KO: Wie haben Sie den Einstieg vorher beim Radio geschafft?

Oliver Welke: Zum Radio bin ich gegen Ende meines Studiums in Münster gekommen. In Nordrhein-Westfalen gab es auf einmal den Lokalfunk: Jeder Kreis und jede größere Stadt hatte plötzlich einen eigenen Sender. Dort konnte man sich als Moderator ausprobieren. Ich hatte vorher bereits für den WDR, dem öffentlich-rechtlichen Sender in Nordrhein-Westfalen, Beiträge gemacht, aber bis dahin noch nie moderiert. Vom Lokalfunk gelang mir der Wechsel zu einem großen Radiosender und dann wiederum zum Fernsehen.

KO: Spielen Sie selber Fußball?

Oliver Welke: Ja, aber sehr schlecht. Ich war immer nur ein mittelmäßig begabter Verteidiger und habe Gegenspieler, die schneller waren als ich, mit viel Glück umgegrätscht. Mehr konnte ich nicht...

KO: Haben Sie schon einmal ein Länderspiel moderiert?

Oliver Welke: Nein leider nicht. SAT.1, wo ich früher tätig war, verfügte zwar bei der WM 2002, also bei der WM vor der in Deutschland, über die Rechte für die Übertragung. Wir haben auch jeden Abend eine Sendung gemacht und über die Spiele der WM berichtet. Aber ich habe noch nie als Moderator bei einem WM-Spiel live vor der Kamera gestanden.

KO: Wer ist Ihr Idol?

Oliver Welke: Mein Idol? Schwer zu sagen. Ich habe eigentlich gar keine richtigen Idole. Ich bin ein zwar ein alter Western-Fan und John Wayne war früher mal mein Idol. Aber ich wollte nie so sein wie er, ich fand die Filme einfach gut.

KO: Wer glauben Sie wird Deutscher Meister?

Oliver Welke: Bis gestern habe ich gedacht, der FC Schalke. Aber die haben gestern Abend schon wieder verloren - gegen den HSV. Daher ist es jetzt wieder total spannend und alles möglich. Von Schalke über Bremen bis Stuttgart, sogar Bayern, können noch Meister werden. Ich würde es - nicht nur, weil Janas Vater Bremen-Fan ist, Bremen im Moment noch am ehesten gönnen, weil sie in der Hinrunde den schönsten Fußball gespielt haben.

KO: Danke für das tolle Interview.
 

Bericht über den Tag bei Arena-TV

Helmine (4c)
Jana (4c)
(2006/2007)
Fotos:
Søren Müller

 
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